Hugo GOUDSWAARD
Hugo Goudswaards Werk kreist um eine Spannung: die zwischen Offenlegung und Kontrolle, Intimität und Identität. Ausgebildet an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste (KABK) in Den Haag, begann er mit Film, bevor er sich allmählich der Fotografie zuwandte, die er als persönlichere und autonomere Praxis ausübt. Seine Methode geht von der Dunkelheit aus, anstatt sie zu bekämpfen: Er komponiert mit Schatten, Textur und Dauer und erweckt seine Bilder aus dem Schwarz zum Leben, als wären sie aus einer Substanz. Licht dient ihm nicht der Verdeutlichung, sondern der Auslotung der Grenzen der Präsenz. So ist der Körper in seinen Arbeiten niemals statisch: Er oszilliert zwischen Verletzlichkeit und Zurückhaltung, Sichtbarkeit und Verbergen. Das Ergebnis? Begehren, Scham, Subkulturen und Machtdynamiken durchdringen sein Schaffen, das er mit Präzision statt mit Spektakel behandelt. Geprägt von persönlichen Erfahrungen des Verlusts und der Transformation sowie dem anhaltenden Einfluss einer religiösen Erziehung, die Moral, Körper und Begehren in den Mittelpunkt stellte, erforscht er das Wechselspiel zwischen dem, was gefühlt wird, und dem, was erlaubt ist. Seine Fotografien und Filme wurden international ausgestellt und in Europa und den USA ausgezeichnet. „Meine Arbeit beginnt mit Schwarz, nicht als Leere, sondern als Quelle“, sagt er.
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