Gwenn DUBOURTHOUMIEU
Gwenn Dubourthoumieu entdeckte die Fotografie während seiner Arbeit für humanitäre NGOs in Afrika. 2010 beschloss er, sie zu seinem Beruf zu machen und ließ sich in der Demokratischen Republik Kongo nieder. Dort realisierte er ein Langzeitdokumentarprojekt zu sozialen Problemen und Menschenrechten und berichtete gleichzeitig als Fotograf für die Agence France-Presse über das aktuelle Weltgeschehen. Seit 2012 lebt und arbeitet er freiberuflich in Paris und konzentriert sich auf Ungleichheiten und Machtverhältnisse, sowohl in Frankreich als auch anderswo, ohne die DR Kongo jemals ganz verlassen zu haben. Dort betreibt er seit über fünfzehn Jahren intensive Forschung. Seine Serie über die sozialen Folgen des Kupfer- und Kobaltabbaus im Südosten des Landes wurde 2013 in die ständige Sammlung der Library of Congress in den USA aufgenommen. In den letzten zwei Jahren setzte er diese Arbeit gemeinsam mit dem Reiseschriftsteller Guillaume Jan fort. Mit ihm unternahm er mehrere Expeditionen in den kongolesischen Regenwald, der heute als größte terrestrische Kohlenstoffsenke der Welt gilt. Im Mai 2024 erschien ihre fotografische Studie über die Gewohnheiten der Pariser Oberschicht als Buch unter dem Titel „Entre-soi, le séparatisme des riches“ (Zwischen sich selbst: Der Separatismus der Reichen), das sie gemeinsam mit der Soziologin Monique Pinçon-Charlot verfasste. Gwenn Dubourthoumieu trat im März 2025 dem Künstlerkollektiv Argos bei.
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